Angebote vergleichbar machen: sieben Fragen vor dem Kauf

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Ein Preis allein ist keine Information. Vergleichbar werden zwei Angebote erst, wenn Konfiguration, Lieferung, Rückgabe und Verfügbarkeit bei beiden dasselbe bedeuten. Diese sieben Fragen klären das.

Zwei Stoffmuster und ein Holzmuster nebeneinander auf einem leeren Tisch

Die kurze Antwort

Bevor du zwei Preise nebeneinanderlegst, schreibst du für beide Angebote die Antworten auf die folgenden sieben Fragen auf. Unterscheidet sich eine davon, vergleichst du nicht zwei Preise, sondern zwei verschiedene Käufe.

1. Ist es dasselbe Produkt?

Modellnamen wiederholen sich, Varianten nicht. Dieselbe Serie gibt es oft in verschiedenen Plattenstärken, Bezugsqualitäten, Gestellvarianten und Ausstattungsstufen, und der Name ändert sich dabei kaum.

Prüfen: exakte Maße, Materialangabe mit Bauart, Bezugsname und Bezugsgruppe, Farbe, Ausrichtung bei Ecksofas.

2. Was ist im Preis enthalten?

Bei Betten: Gestell, Unterfederung, Matratze, Topper. Bei Esstischen: Stühle, Einlegeplatte. Bei Schränken: Innenausstattung, Türgriffe. Bei Schreibtischen: Platte und Gestell, oder nur eines von beidem.

Der häufigste stille Preisunterschied entsteht hier, nicht beim Rabatt.

3. Bis wohin wird geliefert?

Bordsteinkante, Haustür, Wohnung, Wunschraum, aufgebaut. Fünf Stufen, fünf Preise. Bei sperrigen Möbeln kann diese Frage den gesamten Preisvorteil eines Angebots aufzehren. Dazu kommt bei Onlinehändlern die Frage, ob eine Speditionslieferung mit Terminvereinbarung enthalten ist.

4. Wer baut auf, und wer entsorgt das alte Möbel?

Montage ist eine eigene Position, Altmöbelmitnahme ebenfalls. Beides wird gelegentlich als Service beworben und im Bestellprozess berechnet.

5. Wie läuft eine Rückgabe praktisch ab?

Bei Möbeln ist das Rückgaberecht kein theoretischer Punkt. Zu klären: wer die Rücksendung organisiert, wer sie zahlt, ob das Möbel dafür wieder zerlegt und verpackt werden muss und ob eine bereits erfolgte Montage die Rückgabe ausschließt.

Bei Sonderanfertigungen und individuell konfigurierten Möbeln kann das Widerrufsrecht eingeschränkt sein. Was im Einzelfall gilt, steht in den Vertragsbedingungen des Händlers.

6. Wann ist es lieferbar?

Ein Möbel, das in zwölf Wochen kommt, ist ein anderes Angebot als eines, das in zwei Wochen kommt, auch bei identischem Preis. Bei langen Lieferzeiten lohnt die Frage, ob der Preis bis zur Lieferung gilt und was bei Verzug passiert.

7. Was passiert, wenn etwas kaputtgeht?

Gesetzliche Gewährleistung gilt immer. Zusätzliche Herstellergarantien unterscheiden sich in Dauer und Umfang. Praktisch wichtiger ist oft die Frage nach Ersatzteilen: ein nachbestellbarer Bezug, ein nachbestellbarer Motor oder ein nachbestellbarer Beschlag entscheidet darüber, ob ein Schaden eine Reparatur oder ein Neukauf ist.

Die Reihenfolge

Erst Frage 1 und 2 beantworten, dann die Preise notieren, dann 3 bis 7. Wer mit dem Preis anfängt, sortiert die Angebote nach einer Zahl, die noch nicht dasselbe bedeutet.

Was wir nicht wissen

Wir wissen nicht, welcher Händler diese sieben Punkte wie handhabt. Diese Seite hat nichts bestellt, nichts zurückgeschickt und keinen Anbieter geprüft. Die Fragen stellst du, die Antworten gibt der Händler, und verbindlich ist nur, was dort schriftlich steht.

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